Solarstrom selbst verbrauchen oder einspeisen?
Selbst verbrauchter Solarstrom ersetzt teuren Netzstrom, während eingespeister Strom deutlich tiefer vergütet wird. Jede Kilowattstunde, die du selbst nutzt, ist deshalb mehr wert — die Eigenverbrauchsquote ist der wichtigste Hebel für die Wirtschaftlichkeit einer Anlage.
Die beiden Optionen
- Ersetzt teuren Netzstrom
- Verkürzt die Amortisation deutlich
- Unabhängiger von Strompreisen
- Verbrauch muss verschoben werden
- Speicher sind teuer
- Nicht jeder Haushalt kann verschieben
- Kein Aufwand
- Jede Kilowattstunde wird vergütet
- Keine Zusatzinvestition
- Vergütung deutlich unter dem Bezugspreis
- Längere Amortisation
- Vergütung kann sich ändern
Der Kipppunkt
Sobald sich Verbrauch ohne Komfortverlust in die Mittagsstunden verschieben lässt, lohnt sich das immer. Ein Batteriespeicher lohnt sich dagegen nur bei hohem Verbrauch und wenn er gefördert wird.
Die wichtigsten Zahlen
Verbrauch in die Sonnenstunden legen
Waschmaschine, Geschirrspüler, Tumbler und das Laden des Elektroautos lassen sich über Zeitschaltuhren und Startzeitvorwahl in die Mittagsstunden legen. Bei einer Wärmepumpe kann die Warmwasserbereitung auf die Zeit mit Solarertrag gelegt werden. Diese Verschiebungen kosten nichts und erhöhen die Eigenverbrauchsquote oft von rund dreissig auf über fünfzig Prozent — der grösste Einzelhebel.
Zusammenschluss zum Eigenverbrauch
Mehrere Wohneinheiten oder Nachbarliegenschaften können sich zu einer Verbrauchsgemeinschaft zusammenschliessen und den Solarstrom gemeinsam nutzen. Das erhöht die Eigenverbrauchsquote deutlich, weil sich unterschiedliche Verbrauchsprofile ergänzen. Für Mehrfamilienhäuser ist das oft der entscheidende Faktor für die Wirtschaftlichkeit einer Anlage.
Ertrag und Ersparnis erfassen
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- Wie hoch ist die Einspeisevergütung?
- Sie wird vom lokalen Netzbetreiber festgelegt und unterscheidet sich regional erheblich. Sie liegt in der Regel deutlich unter dem Preis, den du für bezogenen Strom zahlst.
- Lohnt sich ein Batteriespeicher?
- Er erhöht die Eigenverbrauchsquote, ist aber teuer und hat eine begrenzte Lebensdauer. Die Rechnung geht meist nur bei hohem Verbrauch und mit Förderung auf.
- Was ist ein Zusammenschluss zum Eigenverbrauch?
- Ein rechtlich geregelter Verbund mehrerer Verbraucher hinter einem Netzanschlusspunkt, die den erzeugten Strom gemeinsam nutzen und intern abrechnen.
Grundlagen und Quellen
- EnG und EnV — Eigenverbrauch — Rechtliche Grundlagen und Zusammenschluss zum Eigenverbrauch
- BFE — Photovoltaik und Eigenverbrauch — Vergütungsmodelle und Wirtschaftlichkeit
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Gründer, Innopulse Consulting GmbH · Finanz- und SaaS-Unternehmer
Leutrim betreibt mehrere Finanzwissensportale für den DACH-Raum. Alle Inhalte werden redaktionell geprüft und regelmässig aktualisiert. Quellen: BSV, AHV, BFS, ESTV, BAG.
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