BVG und Pensionskasse Schweiz 2026 — Die 2. Säule erklärt
Die Pensionskasse (2. Säule / BVG) ist Pflicht für alle Angestellten ab CHF 22'050 Jahreslohn. Sie soll zusammen mit der AHV 60% des letzten Lohns ersetzen.
Wie die Pensionskasse funktioniert
Arbeitgeber und Arbeitnehmer zahlen monatlich Beiträge in die Pensionskasse. Obligatorischer Teil: BVG-versicherter Lohn (Bruttolohn minus Koordinationsabzug CHF 26'460). Überobligatorischer Teil: Viele Pensionskassen versichern auch höhere Lohnanteile. Altersgutschriften steigen mit dem Alter: 7% (25–34 J.), 10% (35–44 J.), 15% (45–54 J.), 18% (55–65 J.).
Pensionskassen-Ausweis lesen
Jährlich wird ein PK-Ausweis verschickt. Wichtige Kennzahlen: Vorhandenes Altersguthaben, voraussichtliche Rente, Invalidenrente, Todesfallleistungen, Deckungsgrad der Kasse. Deckungsgrad unter 100%: Kasse in Unterdeckung — Sanierungsbeiträge möglich.
Einkauf in die Pensionskasse
Freiwilliger Einkauf bis zum maximal möglichen Altersguthaben: Komplett steuerlich abziehbar (Kantonssteuer + Bundessteuer). Rendite durch Steuerersparnis: Typisch 25–45% sofortige Rendite. Sperrfrist: 3 Jahre nach Einkauf kein WEF-Bezug möglich. Lohnt sich besonders: 5–10 Jahre vor der Pension.
WEF — Wohneigentumsförderung
Bis zum 50. Geburtstag: Bis 100% des Guthabens als Vorbezug oder Verpfändung für Wohneigentum. Nach 50: Maximal das Guthaben vom 50. Geburtstag oder 50% des aktuellen. Nachteil: Pensionskassenguthaben sinkt, spätere Rente kleiner, Einkommenssteuer auf Vorbezug.
Häufige Fragen
Kann ich meine Pensionskasse wählen?
Nein — die Pensionskasse ist an den Arbeitgeber gebunden. Bei Jobwechsel: Freizügigkeitsguthaben zur Pensionskasse des neuen Arbeitgebers übertragen. Wenn neuer AG keine PK: Auf Freizügigkeitskonto (z.B. Postfinance, Migros Bank) parken — aber nur vorübergehend, 0,1% Mindestzins.
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