Was spart Secondhand-Kinderausstattung?
Der konsequente Secondhand-Einkauf bei Kinderkleidern, Spielsachen, Velos und Ausrüstung spart Familien CHF 500–1'500 pro Jahr — Kindersachen verlieren 60–80 % zum Neupreis, sind aber wegen der kurzen Nutzungsdauer oft kaum gebraucht. Neu bleibt sinnvoll bei Sicherheit (Babyschale, Helm) und Schuhen.
💰 Ersparnis: CHF 500–1'500/Jahr
Aufwand: gering — Quellen einmal etablierenDie Rechnung
| Position | CHF |
|---|---|
| Kinderkleider 2 Kinder, neu | 1'400/Jahr |
| Dieselbe Ausstattung secondhand + gezielt neu | 500/Jahr |
| Kindervelo, Ski, Schlittschuhe: Occasion/Tauschbörse | −300/Jahr |
| Weiterverkauf herausgewachsener Sachen | +150–300/Jahr → netto ~1'200–1'500 |
So wird Secondhand zum Familiensystem
Kindersachen sind der dankbarste Secondhand-Markt überhaupt: Die Nutzungsdauer ist wachstumsbedingt kurz, der Zustand entsprechend gut, und das Angebot riesig — Kinderkleiderbörsen der Gemeinden und Vereine (zweimal jährlich, Grundausstattung an einem Vormittag), Online-Plattformen für Gezieltes, Quartier-Chats und Familienkreisläufe für Gratis-Weitergaben. Das System hat zwei Richtungen: Wer selbst weiterverkauft oder an der Börse einliefert, holt 20–40 % der eigenen Ausgaben zurück und hält den Kreislauf am Laufen. Bei Sportausrüstung sind Tausch- und Mietmodelle die Königsklasse: Ski-Saisonmieten mit jährlichem Grössentausch (CHF 100–150) schlagen jeden Kauf, Velobörsen der Schulen und Verkehrsvereine liefern geprüfte Kindervelos für einen Bruchteil.
Der ehrliche Haken
Die Sicherheits-Ausnahmen sind nicht verhandelbar: Babyschalen und Kindersitze nur neu oder aus absolut vertrauenswürdiger Quelle (unsichtbare Unfallschäden!), Velohelme grundsätzlich neu, Kinderschuhe wegen individueller Fussformung neu oder sehr wenig getragen, Matratzen aus Hygiene- und Stützgründen kritisch. Zweitens der Zeitfaktor: Gezielte Secondhand-Suche («blaue Regenjacke Grösse 116 bis Samstag») kostet mehr Nerven als der Klick im Onlineshop — das System funktioniert vorausschauend (eine Grösse voraus kaufen, wenn es günstig auftaucht), nicht unter Zeitdruck. Und drittens die soziale Komponente ehrlich nehmen: Ab einem gewissen Alter reden Kinder mit — der Jugendlohn löst das später elegant, bis dahin gilt: Basis secondhand, das eine Wunschteil neu, und niemand merkt den Unterschied.
Kinderkosten im Familienbudget
BudgetHub zeigt die Kinder-Ausgabenposten im Jahresverlauf — der Secondhand-Effekt wird als Trend sichtbar.
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Wo finde ich die guten Sachen zuerst?
Kleiderbörsen am ersten Tag früh, Online-Plattformen mit gespeicherten Suchabos, und der beste Kanal überhaupt: der eigene Bekanntenkreis mit etwas älteren Kindern — dort fliessen ganze Saisonpakete gratis oder für einen Kaffee.
Lohnt sich der Weiterverkauf wirklich?
Bei Markenware und Ausrüstung klar (Velo, Ski, Tragehilfen halten Wert), bei Basiskleidung eher als Börsen-Paket oder Weitergabe. Faustregel: Alles über CHF 30 Neupreis einzeln verkaufen, den Rest im Bündel oder verschenken.
Gilt das System auch für Umstandsmode und Babyausstattung?
Erst recht — die Nutzungsdauer ist noch kürzer. Kinderwagen der Mittel- und Oberklasse sind als Occasion (Modelle halten mehrere Kinder) der grösste Einzelsparposten: CHF 400–900 unter Neupreis.
Gründer, Innopulse Consulting GmbH · Finanz- und SaaS-Unternehmer
Leutrim betreibt mehrere Finanzwissensportale für den DACH-Raum. Alle Inhalte werden redaktionell geprüft und regelmässig aktualisiert. Quellen: BSV, AHV, BFS, ESTV, BAG.