Wohnung streichen: selber oder Maler?

Kurz entschieden

Selber streichen kostet rund CHF 3 bis 6 pro Quadratmeter Wandfläche an Material, ein Malerbetrieb CHF 20 bis 40 inklusive Arbeit. Bei glatten Wänden in normaler Raumhöhe ist Selbermachen klar günstiger — bei Deckenarbeiten, Rissen oder Farbwechseln kippt es.

Kategorie: Haushalt·Zuletzt geprüft: ·Autor: Leutrim Miftaraj
Schweiz-spezifisch geprüft📅 Stand 2026🔍 Keine Werbung / keine Provision📖 Quellen: BSV, AHV, ESTV, BAG, BFS

Die beiden Optionen

Option A
Selber streichen
CHF 3–6 pro m²
Dafür
  • Sehr günstig
  • Zeitlich flexibel
  • Bei einfachen Wänden gut machbar
Dagegen
  • Abdecken und Vorbereiten dauert länger als Streichen
  • Decken sind anstrengend
  • Ansätze sind bei dunklen Farben sichtbar
Option B
Malerbetrieb
CHF 20–40 pro m²
Dafür
  • Sauberes Ergebnis auch bei schwierigen Untergründen
  • Schnell und mit Gewährleistung
  • Vorbereitung inbegriffen
Dagegen
  • Deutlich teurer
  • Termin nötig
  • Preisunterschiede zwischen Anbietern sind gross

Der Kipppunkt

Ab Raumhöhen über 2,8 Metern, bei Rissen im Verputz oder beim Wechsel von dunkel auf hell mit mehreren Anstrichen lohnt sich der Fachbetrieb.

Die wichtigsten Zahlen

CHF 3–6 pro m²
Material selber
CHF 20–40 pro m²
Maler inkl. Arbeit
2–3 Tage selber
Zeitaufwand 3 Zimmer
Abdecken und Abkleben
Grösster Zeitfresser

Rechenbeispiel

Rechenbeispiel zu: Wohnung streichen: selber oder Maler?
PositionBetrag
Wandfläche 3-Zimmer-Wohnung (ca.)180 m²
Material selberCHF 750
Malerofferte (Mittelwert)CHF 5'000
DifferenzCHF 4'250

Der unterschätzte Teil: die Vorbereitung

Streichen selbst geht schnell — Abdecken, Abkleben, Löcher spachteln, Schleifen und Grundieren machen den grössten Teil der Arbeit aus. Wer diesen Teil abkürzt, sieht das Ergebnis später an Kanten und Übergängen. Faustregel: Rechne für die Vorbereitung mindestens so viel Zeit ein wie fürs Streichen. Gutes Abdeckmaterial und Malerband kosten wenig und entscheiden über das Resultat.

Wann die Offerte sich lohnt

Bei Rissen, Feuchtigkeitsflecken oder abblätterndem Altanstrich braucht es Untergrundbehandlung, die ohne Erfahrung selten hält. Bei hohen Räumen kommt Gerüst- oder Leiterarbeit dazu, die anstrengend und nicht ungefährlich ist. Und beim Deckanstrich über einer dunklen Farbe sind oft drei Durchgänge nötig — dann relativiert sich der Materialvorteil deutlich. Hol in diesen Fällen mindestens drei Offerten ein, die Spannweite ist gross.

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Häufige Rückfragen

Muss ich beim Auszug streichen?
Nur bei Schäden über die normale Abnutzung hinaus. Für Anstriche gelten Lebensdauertabellen, nach denen der Vermieter einen Teil selbst trägt.
Welche Farbe brauche ich?
Für Wohnräume genügt eine gute Dispersionsfarbe mit hoher Deckkraft. Bei Küche und Bad lohnt sich eine abwaschbare Qualität.
Wie viel Farbe pro Quadratmeter?
Als Richtwert rund 0,15 bis 0,2 Liter pro Quadratmeter und Anstrich. Bei saugenden Untergründen deutlich mehr — dort zuerst grundieren.

Grundlagen und Quellen

  • Paritätische LebensdauertabelleAmortisation von Malerarbeiten bei der Wohnungsrückgabe
  • OR Art. 267 — Rückgabe der SacheAbgrenzung normale Abnutzung

Redaktionell aufbereitete Information ohne Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Alle Beträge sind Richtwerte für 2026 und können je nach Kanton, Anbieter und persönlicher Situation abweichen. Keine Provisionen, keine bezahlten Platzierungen.

LM

Leutrim Miftaraj

Gründer, Innopulse Consulting GmbH · Finanz- und SaaS-Unternehmer

Leutrim betreibt mehrere Finanzwissensportale für den DACH-Raum. Alle Inhalte werden redaktionell geprüft und regelmässig aktualisiert. Quellen: BSV, AHV, BFS, ESTV, BAG.

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